| Wir haben uns im Juli 1998 bei einem Konzert der Edlseer in
meinem Heimatort kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick“, verrät Marlena Martinelli. Seither sind sie und Manfred ein Herz und eine Seele. Leider sind wir oft getrennt, weil ja jeder wo anders Auftritte hat. Das ist manchmal sehr hart, man macht sich schließlich Sorgen um den anderen“, gesteht Marlena. Seit Manfreds Vater vor ein paar Wochen mit 63 Jahren plötzlich an Herzversagen verstarb, weiß sie Gesundheit und privates Glück noch mehr zu schätzen.
Marlena und Manfred leben zusammen in Birkfeld, im Haus von seiner Mutter. Dort haben sich die beiden eine gemütliche Wohnung eingerichtet und genießen die wenigen privaten Stunden, die ihnen das Showbusiness gönnt.
Während die Edlseer heuer schon ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum feierten, steht
Marlena Martinelli erst seit drei Jahren als Schlagersängerin auf
der Bühne. Ihr erster Auftritt war bei einer großen Neujahrsgala in Voitsberg. Doch inzwischen hat sie so viele Angebote, dass sie ihren Job als Zahnarzt- Assistentin aufgeben musste. Aber ich kann jederzeit wieder zurück kehren, man weiß ja nie“. meint sie. Schon Marlenas Urgroßvater, der aus Südtirol in die Steiermark auswanderte, spielte Harmonika. Marlenas Vater, Helmut Franz Martinelli, beherrscht mehrere Musikinstrumente und gründete mit seinen vier Kindern 1992 „Die Semriacher“. Die Gruppe, in der Marlena Schlagzeug spielte, gab es bis 1998. Der Vater und Marlenas älterer Bruder Helmut sind heute noch aktiv in der örtlichen Musikkapelle tätig. „Ich bin sehr stolz auf die Semriacher. Sie haben mich beim Grand-Prix durch ihre Anrufe super unterstützt“, sagt die derzeit wohl bekannteste Tochter des Ortes.
Werden in Semriach schon bald die Hochzeitsglocken läuten?
„Nein, nein, das ist derzeit überhaupt noch kein Thema. Wir haben keine Zeit. Der Manfred und ich könnten ja nicht einmal Flitterwochen machen, weil die Edlseer total ausgebucht sind“.
Außerdem hat Marlena derzeit in erster Linie den Grand Prix der Volksmusik im Kopf. Schließlich verpflichtet der Name Martinelli ein wenig. Denn 1986 beim ersten Grand Prix der Volksmusik in Wien, hieß die Siegerin ganz ähnlich — Nella Martinetti. Sie stammte aus der Schweiz. |